ANHANG I: AUFTRAGSVERARBEITUNGSVERTRAG (AVV)
Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO)
📌 Wichtig: Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist fester Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und gemäß Artikel 28 der Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) sowie des spanischen Organgesetzes 3/2018 (LOPDGDD) verbindlich.
1. BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
Im Sinne dieses Vertrags gelten folgende Begriffsbestimmungen:
a) Verantwortlicher: Der Kunde, der den Chatbot-Dienst in Anspruch nimmt und der die Zwecke und Mittel der Verarbeitung der personenbezogenen Daten seiner Endnutzer festlegt.
b) Auftragsverarbeiter: Eloy Garrido Castro, handelnd unter dem Handelsnamen Solneko, der den Chatbot-Dienst erbringt und personenbezogene Daten im Namen und im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.
c) Unterauftragsverarbeiter: Dritte, die vom Auftragsverarbeiter autorisiert sind, bestimmte Datenverarbeitungstätigkeiten im Auftrag des Verantwortlichen durchzuführen.
d) Personenbezogene Daten: Alle Informationen über eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person, die in den Chatbot-Konversationen enthalten sind.
e) Verarbeitung: Jeder mit personenbezogenen Daten ausgeführte Vorgang, einschließlich Erheben, Erfassen, Organisation, Ordnen, Speicherung, Anpassung, Abfrage, Einsichtnahme, Verwendung, Offenlegung, Abgleich, Einschränkung, Löschung oder Vernichtung.
f) Betroffene Person: Endnutzer des Kunden, der mit dem Chatbot interagiert und dessen personenbezogene Daten verarbeitet werden.
g) Datenschutzverletzung: Jede Verletzung der Sicherheit, die zur unbeabsichtigten oder unrechtmäßigen Vernichtung, zum Verlust, zur Veränderung oder zur unbefugten Offenlegung von bzw. zum unbefugten Zugang zu personenbezogenen Daten führt, die übermittelt, gespeichert oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden.
2. GEGENSTAND UND ART DER VERARBEITUNG
2.1. Gegenstand: Dieser AVV regelt die Bedingungen, unter denen der Auftragsverarbeiter im Rahmen der Erbringung des Chatbot-Dienstes personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.
2.2. Art der Verarbeitung: Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich zu folgenden Zwecken:
- Verarbeitung von Konversationen mittels Technologie der künstlichen Intelligenz (OpenAI-API)
- Temporäre Speicherung von Konversationen zur Analyse der Servicequalität
- Erstellung von aggregierten Kennzahlen und Statistiken über die Nutzung des Chatbots
- Verbesserung des Dienstes und Training angepasster Modelle (nur mit ausdrücklicher Genehmigung)
- Technischer Support und Bearbeitung von vom Verantwortlichen gemeldeten Vorfällen
2.3. Dauer der Verarbeitung: Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten für die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags und nach dessen Beendigung nur so lange, wie dies zur Erfüllung rechtlicher oder vertraglicher Verpflichtungen erforderlich ist.
3. DATENARTEN UND KATEGORIEN BETROFFENER PERSONEN
3.1. Verarbeitete Arten personenbezogener Daten
Je nach Konfiguration und spezifischer Nutzung durch den Verantwortlichen kann der Auftragsverarbeiter folgende Datenkategorien verarbeiten:
| Datenkategorie |
Beschreibung |
| Identifikationsdaten |
Name, Nachname, Benutzername, Sitzungskennungen |
| Kontaktdaten |
E-Mail-Adresse, Telefonnummer (sofern vom Nutzer angegeben) |
| Navigationsdaten |
IP-Adresse, Zeitstempel, Sitzungsmetadaten |
| Inhalt der Konversationen |
Mit dem Chatbot ausgetauschte Textnachrichten |
| Nutzungsdaten |
Interaktionen, Klicks, Sitzungsdauer, Konversationsabläufe |
⚠️ Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO):
Der Verantwortliche verpflichtet sich, KEINE besonders schützenswerten Daten (rassische oder ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, genetische Daten, biometrische Daten, Gesundheitsdaten, Sexualleben oder sexuelle Orientierung) über den Chatbot einzugeben oder deren Weitergabe durch seine Endnutzer zuzulassen, es sei denn, dies wurde ausdrücklich schriftlich mit dem Auftragsverarbeiter vereinbart und es wurden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt.
Sollten solche Daten versehentlich empfangen werden, wird der Verantwortliche unverzüglich zwecks Löschung benachrichtigt.
3.2. Kategorien betroffener Personen
- Kunden des Verantwortlichen (Verbraucher, Dienstnutzer)
- Besucher der Website des Verantwortlichen
- Potenzielle Kunden (Leads), die mit dem Chatbot interagieren
- Jede Person, die den Kommunikationskanal nutzt, in den der Chatbot integriert ist
4. PFLICHTEN DES AUFTRAGSVERARBEITERS
Der Auftragsverarbeiter verpflichtet sich:
4.1. Verarbeitung gemäß Weisungen
- Personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen zu verarbeiten
- Die Daten nicht für andere als die in diesem AVV festgelegten Zwecke zu verwenden
- Den Verantwortlichen unverzüglich zu benachrichtigen, wenn er der Auffassung ist, dass eine Weisung gegen die DSGVO oder andere Datenschutzvorschriften verstößt
4.2. Vertraulichkeit
- Sicherzustellen, dass zur Verarbeitung personenbezogener Daten befugtes Personal einer vertraglichen oder einer entsprechenden gesetzlichen Vertraulichkeitsverpflichtung unterliegt
- Dem gesamten Personal mit Zugang zu personenbezogenen Daten eine angemessene Datenschutzschulung zu bieten
- Den Zugang zu personenbezogenen Daten ausschließlich auf Personal zu beschränken, das diese zur Erbringung des Dienstes kennen muss
4.3. Sicherheitsmaßnahmen
Angemessene technische und organisatorische Maßnahmen umzusetzen und aufrechtzuerhalten, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten, mindestens einschließlich:
Technische Maßnahmen:
- Verschlüsselung von Daten bei der Übertragung (TLS 1.2 oder höher) und im Ruhezustand (AES-256 oder gleichwertig)
- Pseudonymisierung von Daten, sofern technisch möglich
- Zugangskontrolle mittels Multi-Faktor-Authentifizierung für autorisiertes Personal
- Systeme zur Erkennung von Eindringversuchen und Sicherheitsüberwachung
- Regelmäßige, verschlüsselte Datensicherungen
- Sichere Verfahren zur Datenlöschung
- Regelmäßige Sicherheitsaudits und Penetrationstests
Organisatorische Maßnahmen:
- Dokumentierte Informationssicherheitsrichtlinie
- Verwaltung von Passwörtern und Zugangsdaten
- Protokollierung der Zugriffe auf personenbezogene Daten
- Verfahren zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle
- Datenschutz-Folgenabschätzungen, sofern anwendbar
4.4. Unterauftragsverarbeiter
4.4.1. Genehmigung: Der Verantwortliche genehmigt dem Auftragsverarbeiter ausdrücklich die Beauftragung folgender Unterauftragsverarbeiter:
| Unterauftragsverarbeiter |
Erbrachte Leistung |
Standort |
| OpenAI, Inc. |
Verarbeitung natürlicher Sprache über API (GPT-Modelle) |
Vereinigte Staaten |
| OVHcloud |
Speicherung und Hosting der Infrastruktur |
Europäische Union |
4.4.2. Neue Unterauftragsverarbeiter: Der Auftragsverarbeiter informiert den Verantwortlichen mindestens 30 Tage im Voraus über jede geplante Änderung bei der Hinzuziehung oder dem Austausch von Unterauftragsverarbeitern. Der Verantwortliche kann innerhalb dieser Frist aus datenschutzrechtlichen Gründen widersprechen.
4.4.3. Pflichten: Der Auftragsverarbeiter stellt sicher, dass Unterauftragsverarbeiter durch schriftlichen Vertrag denselben Datenschutzpflichten unterliegen, die in diesem AVV festgelegt sind.
4.4.4. Aktuelle Liste: Die vollständige und aktuelle Liste der Unterauftragsverarbeiter ist öffentlich zugänglich unter: hier
4.5. Ausübung der Rechte der betroffenen Personen
4.5.1. Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, soweit dies möglich ist, damit der Verantwortliche seiner Pflicht zur Beantwortung von Anträgen auf Ausübung folgender Rechte nachkommen kann:
- Auskunftsrecht: Bereitstellung einer Kopie der verarbeiteten Daten
- Recht auf Berichtigung: Korrektur unrichtiger Daten
- Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden"): Löschung von Daten, sofern zutreffend
- Recht auf Einschränkung der Verarbeitung: Vorübergehende Sperrung der Verarbeitung
- Recht auf Datenübertragbarkeit: Bereitstellung der Daten in einem strukturierten, lesbaren Format
- Widerspruchsrecht: Einstellung der Verarbeitung unter bestimmten Umständen
4.5.2. Verfahren: Wenn eine betroffene Person zur Ausübung ihrer Rechte direkt den Auftragsverarbeiter kontaktiert:
- Benachrichtigt der Auftragsverarbeiter den Verantwortlichen innerhalb von maximal 48 Stunden
- Stellt der Auftragsverarbeiter dem Verantwortlichen alle zur Bearbeitung des Antrags erforderlichen Informationen zur Verfügung
- Antwortet der Verantwortliche formell auf die betroffene Person und trägt die Verantwortung für die endgültige Entscheidung
4.5.3. Unterstützungsfrist: Der Auftragsverarbeiter stellt die Daten bereit oder führt die erforderlichen technischen Maßnahmen innerhalb von maximal 7 Kalendertagen nach Anfrage des Verantwortlichen durch.
4.5.4. Werkzeuge: Der Auftragsverarbeiter gewährt dem Verantwortlichen Zugang zu Werkzeugen im Kontrollpanel, um:
- Konversationen nach Nutzerkennung zu suchen
- Daten im CSV/JSON-Format zu exportieren
- Konversationen dauerhaft zu löschen
- Personenbezogene Daten unter Beibehaltung des analytischen Nutzens zu anonymisieren
4.6. Meldung von Datenschutzverletzungen
4.6.1. Meldepflicht: Im Falle einer Datenschutzverletzung, die personenbezogene Daten betrifft, benachrichtigt der Auftragsverarbeiter den Verantwortlichen unverzüglich und spätestens innerhalb von 24 Stunden nach Kenntniserlangung.
4.6.2. Inhalt der Benachrichtigung:
- Beschreibung der Art der Verletzung (Art des Vorfalls, wie er sich ereignet hat)
- Kategorien und ungefähre Anzahl der betroffenen Personen
- Kategorien und ungefähre Anzahl der betroffenen Datensätze
- Wahrscheinliche Folgen der Verletzung
- Ergriffene oder vorgeschlagene Maßnahmen zur Behebung der Verletzung und Minderung möglicher nachteiliger Auswirkungen
- Kontaktdaten der für die Bearbeitung des Vorfalls zuständigen Person
4.6.3. Zusammenarbeit: Der Auftragsverarbeiter arbeitet aktiv mit dem Verantwortlichen zusammen bei:
- Der Bewertung des Risikos für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen
- Der Erstellung der Mitteilung an die Aufsichtsbehörde (AEPD in Spanien)
- Der Benachrichtigung der betroffenen Personen, falls erforderlich
- Der Umsetzung von Korrekturmaßnahmen
4.6.4. Es liegt in der Verantwortung des Verantwortlichen, zu entscheiden, ob die Verletzung gemäß den Artikeln 33 und 34 der DSGVO der Aufsichtsbehörde oder den betroffenen Personen zu melden ist.
4.7. Unterstützung bei Folgenabschätzungen und vorheriger Konsultation
- Den Verantwortlichen bei der Durchführung von Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) zu unterstützen, wenn die Art der Verarbeitung ein hohes Risiko birgt
- Mit dem Verantwortlichen bei vorherigen Konsultationen mit der Aufsichtsbehörde zusammenzuarbeiten, sofern erforderlich
- Informationen über die umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen und jede erforderliche technische Dokumentation bereitzustellen
4.8. Aufbewahrung und Löschung von Daten
4.8.1. Aufbewahrungsfristen: Der Auftragsverarbeiter bewahrt personenbezogene Daten gemäß folgenden Fristen auf (durch den Verantwortlichen konfigurierbar):
- Vollständige Konversationen: Standardmäßig 90 Tage, konfigurierbar zwischen 30 und 180 Tagen
- Aggregierte Analysedaten: Unbefristet (anonymisierte Daten, nicht der DSGVO unterliegend)
- Sicherheitsprotokolle: 12 Monate
- Backups: 30 Tage in Backup-Systemen, danach automatische Löschung
4.8.2. Automatische Löschung: Der Auftragsverarbeiter implementiert automatisierte Löschprozesse, die die Daten bei Ablauf der festgelegten Fristen endgültig löschen.
4.8.3. Verbleib der Daten nach Vertragsende: Nach Beendigung des Vertrags wird der Auftragsverarbeiter, nach Wahl des Verantwortlichen:
- Alle personenbezogenen Daten löschen und deren vollständige Löschung schriftlich bestätigen, oder
- Alle personenbezogenen Daten in einem strukturierten Format (CSV/JSON) zurückgeben und alle bestehenden Kopien löschen
Dieser Vorgang wird innerhalb von maximal 30 Tagen nach Vertragsende abgeschlossen, sofern nicht die anwendbaren Rechtsvorschriften die Aufbewahrung von Daten vorschreiben.
4.9. Audits und Kontrollen
4.9.1. Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen alle Informationen zur Verfügung, die zum Nachweis der Einhaltung der in diesem AVV festgelegten Pflichten erforderlich sind.
4.9.2. Der Verantwortliche oder ein autorisierter Prüfer kann nach schriftlicher Ankündigung mit mindestens 15 Tagen Vorlauf Kontrollen, einschließlich Audits, durchführen.
4.9.3. Der Auftragsverarbeiter unterstützt Audits und arbeitet in angemessener Weise mit; es können Einschränkungen vereinbart werden, um die Vertraulichkeit anderer Kunden oder sensibler Informationen zu schützen.
4.9.4. Audits werden während der Geschäftszeiten durchgeführt und dürfen den Betrieb des Auftragsverarbeiters nicht unverhältnismäßig beeinträchtigen.
4.9.5. Alternativ kann der Auftragsverarbeiter gültige Zertifizierungen (SOC2, ISO27001 usw.) vorlegen, die die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen belegen.
5. PFLICHTEN DES VERANTWORTLICHEN
Der Verantwortliche verpflichtet sich:
5.1. Rechtmäßigkeit der Verarbeitung
- Über eine geeignete Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung zu verfügen (Einwilligung, Vertragserfüllung, berechtigtes Interesse usw.)
- Die Einwilligung der betroffenen Personen einzuholen, sofern erforderlich, bevor der Dienst genutzt wird
- Die betroffenen Personen klar über die Verarbeitung ihrer Daten durch den Chatbot zu informieren
5.2. Information der betroffenen Personen
Der Verantwortliche nimmt in seine Datenschutzerklärung Informationen auf über:
- Die Nutzung von Chatbot-Diensten, die von Solneko bereitgestellt werden
- Den Einsatz von Technologie der künstlichen Intelligenz (OpenAI)
- Die Zwecke der Verarbeitung (Kundenservice, Qualitätsanalyse)
- Die Aufbewahrungsfristen der Konversationen
- Internationale Übermittlungen an Drittländer (OpenAI in den USA)
- Die Rechte der betroffenen Personen und wie diese ausgeübt werden können
Vorgeschlagener Text für die Datenschutzerklärung des Verantwortlichen:
Kundenservice-Chatbot
Wir nutzen einen von SolnekoChat (chat.solneko.es) bereitgestellten Chatbot-Dienst, um Ihre Anfragen effizient zu bearbeiten.
Verarbeitete Daten: Die Konversationen, die Sie mit unserem Chatbot führen, einschließlich der von Ihnen gesendeten Nachrichten, Ihrer Sitzungskennung und technischer Metadaten (Datum, Uhrzeit, IP-Adresse).
Zweck: Bereitstellung automatisierter Unterstützung über den Chatbot und Analyse der Servicequalität zu dessen Verbesserung.
Verarbeitung mittels KI: Der Chatbot nutzt Technologie der künstlichen Intelligenz von OpenAI Inc. (Vereinigte Staaten) zur Generierung von Antworten. Ihre Nachrichten werden von diesem Dienst verarbeitet.
Aufbewahrung: Die Konversationen werden [7/90/365] Tage lang aufbewahrt und anschließend automatisch gelöscht. Aggregierte Analysedaten (ohne persönliche Identifizierung) werden unbefristet aufbewahrt.
Internationale Übermittlungen: Ihre Daten können unter angemessenen Garantien mittels der Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission in die Vereinigten Staaten (OpenAI) übermittelt werden. OpenAI speichert verarbeitete Nachrichten für maximal 30 Tage ausschließlich zum Zweck der Missbrauchserkennung, bevor sie automatisch gelöscht werden. OpenAI nutzt diese Daten nicht zum Training seiner Modelle.
Ihre Rechte: Sie können Ihre Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Übertragbarkeit und Widerspruch ausüben, indem Sie uns unter [Ihre E-Mail] kontaktieren. Sie können außerdem eine Beschwerde bei der spanischen Datenschutzbehörde (www.aepd.es) einreichen.
Rechtsgrundlage: Berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Wir verarbeiten Ihre Chatbot-Nachrichten auf Grundlage unseres berechtigten Interesses an der Bereitstellung effizienter Unterstützung und der Verbesserung unseres Kundenservice. Sie können dieser Verarbeitung jederzeit widersprechen, indem Sie uns unter [Ihre E-Mail] kontaktieren oder den Chatbot einfach nicht nutzen.
5.3. Widget-Konfiguration
- Den Chatbot so zu konfigurieren, dass ein sichtbarer Datenschutzhinweis angezeigt wird, bevor der Nutzer die Konversation beginnt
- Einen Link zur Datenschutzerklärung im Chatbot-Widget einzufügen
- Mechanismen zur Einholung der Einwilligung umzusetzen, wo erforderlich
5.4. Sensible Daten
- Endnutzer darauf hinzuweisen, dass sie KEINE besonderen Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) über den Chatbot mitteilen dürfen
- Den Chatbot nicht so zu konfigurieren, dass aktiv sensible Daten ohne vorherige Genehmigung des Auftragsverarbeiters angefordert werden
5.5. Weisungen
- Dem Auftragsverarbeiter klare und dokumentierte Weisungen zur Datenverarbeitung zu erteilen
- Keine Weisungen zu erteilen, die gegen die DSGVO oder andere anwendbare Vorschriften verstoßen
6. INTERNATIONALE DATENÜBERMITTLUNGEN
6.1. Übermittlungen in Drittländer: Aufgrund der Nutzung von OpenAI Inc. (Vereinigte Staaten) als Unterauftragsverarbeiter kommt es zu internationalen Übermittlungen personenbezogener Daten in ein Drittland.
6.2. Geeignete Garantien: Diese Übermittlungen erfolgen auf Grundlage folgender Garantien:
- Standardvertragsklauseln (SCC): OpenAI hat die von der Europäischen Kommission genehmigten Standardvertragsklauseln unterzeichnet (Beschluss 2021/914)
- Zusätzliche Maßnahmen: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Datenminimierung, regelmäßige Risikobewertungen
6.3. Bewertung der Übermittlungen: Der Auftragsverarbeiter hat bewertet, dass die Gesetze der USA OpenAI nicht daran hindern, die in den SCC festgelegten Garantien einzuhalten, und dass angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der Daten bestehen.
6.4. Zusätzliche Informationen: Der Verantwortliche kann eine Kopie der SCC sowie der Folgenabschätzungen zu internationalen Übermittlungen anfordern.
6.5. Es werden keine Übermittlungen an andere Drittländer ohne vorherige Zustimmung des Verantwortlichen und ohne geeignete Garantien vorgenommen.
7. HAFTUNG UND HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG
7.1. Haftung des Auftragsverarbeiters: Der Auftragsverarbeiter haftet gegenüber dem Verantwortlichen für Schäden, die durch die Nichteinhaltung der in diesem AVV festgelegten Pflichten verursacht werden.
7.2. Haftung gegenüber Behörden: Gemäß Artikel 82 DSGVO:
- Der Auftragsverarbeiter haftet für den durch die Verarbeitung verursachten Schaden nur, wenn er den speziell den Auftragsverarbeitern auferlegten Pflichten der DSGVO nicht nachgekommen ist oder unter Nichtbeachtung der rechtmäßigen Weisungen des Verantwortlichen oder entgegen diesen Weisungen gehandelt hat
- Der Verantwortliche haftet, wenn die Verarbeitung tatsächlich vom Verantwortlichen bestimmt wurde
7.3. Haftungsgrenzen: Unbeschadet des Vorstehenden ist die Haftung des Auftragsverarbeiters gegenüber dem Verantwortlichen gemäß den Bestimmungen des Abschnitts 11 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.
7.4. Freistellung: Der Verantwortliche stellt den Auftragsverarbeiter frei von Ansprüchen, Bußgeldern oder Sanktionen, die sich ergeben aus:
- Weisungen des Verantwortlichen, die gegen die Datenschutzvorschriften verstoßen
- Dem Fehlen einer angemessenen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung seitens des Verantwortlichen
- Der Nichterfüllung der Informationspflichten gegenüber betroffenen Personen durch den Verantwortlichen
8. VERZEICHNIS VON VERARBEITUNGSTÄTIGKEITEN
8.1. Der Auftragsverarbeiter führt gemäß Artikel 30 Abs. 2 DSGVO ein Verzeichnis aller Kategorien von Verarbeitungstätigkeiten, die im Auftrag des Verantwortlichen durchgeführt werden.
8.2. Dieses Verzeichnis umfasst mindestens:
- Name und Kontaktdaten des Auftragsverarbeiters und jedes Verantwortlichen, in dessen Auftrag er handelt
- Kategorien der im Auftrag jedes Verantwortlichen durchgeführten Verarbeitungen
- Übermittlungen von Daten in Drittländer, mit Angabe des Landes und der Garantien
- Eine allgemeine Beschreibung der technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen
8.3. Der Auftragsverarbeiter stellt das Verzeichnis der Aufsichtsbehörde auf Anfrage zur Verfügung.
9. SICHERHEITSMASSNAHMEN UND ZERTIFIZIERUNGEN
9.1. Sicherheit der Infrastruktur: Die technische Infrastruktur des Dienstes wird bei OVHcloud gehostet, einem europäischen Hosting-Anbieter, der öffentliche Sicherheitszertifizierungen unterhält (verfügbar unter https://www.ovhcloud.com/de/compliance/). Die Sicherheitsmaßnahmen von OVHcloud (Verschlüsselung, Backups, eingeschränkter Zugang, Überwachung) gelten für die im Dienst gespeicherten Daten.
9.2. Zertifizierungen des Auftragsverarbeiters: Der Auftragsverarbeiter verfügt über keine eigenständigen formellen Zertifizierungen (ISO 27001, SOC 2 usw.), setzt jedoch Sicherheitspraktiken um, die der DSGVO und dem Branchenstandard entsprechen, einschließlich:
- Zugangskontrolle zu Systemen auf Basis sicherer Authentifizierung
- Verschlüsselung von Daten bei der Übertragung (TLS 1.3) und im Ruhezustand (AES-256)
- Automatische Backups und Notfallwiederherstellungspläne
- Sicherheitsüberwachung und Zugriffsprüfung
- Sicherheitstests und Schwachstellen-Scans
9.3. Verantwortung des Verantwortlichen: Der Verantwortliche ist verantwortlich für:
- Die sichere Konfiguration des Dienstes (z. B. Vertraulichkeit der Zugangsdaten)
- Die Benachrichtigung des Auftragsverarbeiters über jede festgestellte Sicherheitsverletzung oder jeden Vorfall
- Sicherzustellen, dass seine Endnutzer Daten ausschließlich über das autorisierte Widget bereitstellen
- Die Umsetzung zusätzlicher Kontrollen, sofern er dies für erforderlich hält (z. B. vorherige Identitätsprüfung)
9.4. Audits: Der Verantwortliche kann Informationen über die umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen anfordern. Der Auftragsverarbeiter stellt Nachweise durch technische Dokumentation, Prüfberichte Dritter (sofern vorhanden) oder OVHcloud-Zertifizierungen gemäß Klausel 4.9 bereit.
10. LAUFZEIT UND BEENDIGUNG
10.1. Laufzeit: Dieser AVV tritt am selben Tag wie der Dienstleistungsvertrag in Kraft und bleibt für dessen gesamte Dauer gültig.
10.2. Auswirkungen der Beendigung: Die Beendigung des Dienstleistungsvertrags führt automatisch zur Beendigung dieses AVV.
10.3. Nachvertragliche Pflichten: Nach Beendigung bleibt der Auftragsverarbeiter weiterhin an die Vertraulichkeitspflicht sowie an die in Klausel 4.8.3 festgelegten Pflichten zur Löschung oder Rückgabe der Daten gebunden.
10.4. Die Klauseln zu Haftung, Vertraulichkeit und Haftungsbeschränkung bleiben auch nach Beendigung dieses AVV bestehen.
11. ÄNDERUNGEN DES AVV
11.1. Der Auftragsverarbeiter kann diesen AVV ändern, um ihn an regulatorische Änderungen oder Verbesserungen der Sicherheitsmaßnahmen anzupassen.
11.2. Jede Änderung wird dem Verantwortlichen mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten mitgeteilt.
11.3. Akzeptiert der Verantwortliche wesentliche Änderungen nicht, kann er den Vertrag innerhalb der Mitteilungsfrist ohne Vertragsstrafe kündigen.
12. ANWENDBARES RECHT UND GERICHTSSTAND
12.1. Dieser AVV unterliegt:
- Der Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO)
- Dem Organgesetz 3/2018 zum Schutz personenbezogener Daten und zur Gewährleistung digitaler Rechte (LOPDGDD)
- Der ergänzenden spanischen Datenschutzgesetzgebung
12.2. Für jede aus diesem AVV entstehende Streitigkeit unterwerfen sich die Parteien den Gerichten von Sevilla.
13. KONTAKT UND DATENSCHUTZBEAUFTRAGTER
ANHANG A: DETAILLIERTE TECHNISCHE UND ORGANISATORISCHE MASSNAHMEN
(Vertrauliches Dokument, das im Falle eines Audits oder einer begründeten Anfrage im Rahmen einer Vertraulichkeitsvereinbarung zur Verfügung gestellt wird)
Die umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen umfassen unter anderem:
A.1. Zugangskontrolle
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für das gesamte Personal mit Systemzugang
- Robuste Passwortrichtlinien (mindestens 12 Zeichen, regelmäßiger Wechsel)
- Prinzip der geringsten Rechte und Funktionstrennung
- Protokollierung und Überwachung von Zugriffen
- Regelmäßige Überprüfung der Berechtigungen und automatischer Entzug beim Ausscheiden von Personal
A.2. Verschlüsselung
- TLS 1.3 für Daten bei der Übertragung (API-Verbindungen, Webpanel)
- AES-256 für Daten im Ruhezustand (Datenbank, Backups)
- Sichere Verwaltung von Verschlüsselungsschlüsseln (Rotation, Speicherung in HSM/KMS)
A.3. Kontinuität und Resilienz
- Automatische, verschlüsselte tägliche Backups
- Datenbankreplikate in mehreren Verfügbarkeitszonen
- Notfallwiederherstellungsplan (RTO < 4 Stunden, RPO < 1 Stunde)
- Regelmäßige Wiederherstellungstests
A.4. Netzwerksicherheit
- Firewalls und Netzwerksegmentierung
- Systeme zur Erkennung/Verhinderung von Eindringversuchen (IDS/IPS)
- 24/7-Überwachung von Sicherheitsereignissen
- Vierteljährliche Schwachstellenanalyse
A.5. Sichere Entwicklung
- Code-Überprüfung und statische Sicherheitsanalyse
- Von der Produktion getrennte Entwicklungsumgebung
- Verwaltung von Abhängigkeiten und Sicherheitspatches
A.6. Vorfallmanagement
- Dokumentiertes Verfahren zur Reaktion auf Datenschutzverletzungen
- Bestimmtes Team für das Vorfallmanagement
- Notfall-Kommunikationskanäle
- Post-Mortem-Analyse und kontinuierliche Verbesserung nach Vorfällen
A.7. Schulung und Sensibilisierung
- Erstschulung im Datenschutz für neues Personal
- Jährliche Auffrischungsschulung zu Sicherheit und Datenschutz
- Phishing-Simulationen und Sensibilisierung für Social Engineering
Version 1.0 | Letzte Aktualisierung: 4. April 2026